Elementarteilchen
Ein wesentlicher Teil der Werkgruppe „Dem Unsichtbaren lauschen“ ist aus den Erfahrungen und Materialien gewonnen, die der Künstler 1992 von seinem Besuch eines der größten naturwissenschaftlichen Laboratorien der Welt, des europäischen Laboratoriums für Teilchenphysik CERN bei Genf, mitgebracht hat. (Der Titel der Werkgruppe geht zurück auf Charles Rump, Ausstellungsbeitrag anlässlich einer Ausstellung auf der CEBIT Hannover 1990.)
Hier hat Dieter Rübsaamen in einer Art „Nebelkammer“ erfahren, wie die auf uns wirkenden, mit bloßem Auge nicht sichtbaren Strahlungen, mittels Beschleunigern, Detektoren und Rechnern exemplarisch visualisiert wurden.
Der Künstler hat Originalröntgenfilme der Elementarteilchenprozesse in seine Kunstwerke transferiert. Es sind zum Teil mittels Collagen und Folien, sowie fotografisch und malerisch (Acryl auf Leinwand) Arbeiten entstanden, die eine Entmaterialisierung von Wirklichkeit – gleichsam die Auflösung von Raum- und Zeitvorstellungen – suggerieren. Dabei geht es nicht mehr um den Gegensatz zwischen Abstraktion und Gegensätzlichkeit. Es sind Versuche, eine adäquate künstlerische Aussage zu komplexen Vorgängen zu finden.


