JENSEITS DER SPRACHE – JENSEITS DES SCHWEIGENS

Bilder als Erkenntnisräume

Die Werkgruppe „Jenseits der Sprache – Jenseits des Schweigens“ bildet einen zentralen Schwerpunkt im Schaffen von Dieter Rübsaamen.

Ausgangspunkt ist die Auseinandersetzung mit dem Philosophen Ludwig Wittgenstein und dessen berühmtem Satz:

„Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“

Rübsaamen setzt genau dort an, wo Sprache an ihre Grenzen stößt. Seine Bilder werden zu Denk- und Erfahrungsräumen für das Unsagbare, das Ungewisse und das nur intuitiv Erfahrbare.

Die Arbeiten thematisieren:

  • Erscheinungswelten von Emotionen
  • Versinnbildlichung und Erfahrbarkeit
  • Elemtarteilchenzyklen

Zahlenfolgen aus Wittgensteins „Tractatus logico-philosophicus“, Spuren wissenschaftlicher Messverfahren, Diagramme, DNA-Strukturen oder Elementarteilchenspuren werden zu Bestandteilen einer vielschichtigen Bildsprache.

Rübsaamens Werke liefern keine Antworten. Sie eröffnen Möglichkeiten des Sehens und Denkens jenseits festgelegter Bedeutungen.

Dieter Rübsaamens künstlerisches Werk beschäftigt sich mit den grundlegenden Fragen menschlicher Erkenntnis

  • Wie nehmen wir Wirklichkeit wahr?
  • Welche Rolle spielen Sprache und Bilder?
  • Wie lassen sich unsichtbare Prozesse sichtbar machen?
  • Wo liegen die Grenzen des Denkens?

Seine Arbeiten verbinden Malerei, Zeichnung, Collage, Objektkunst, Installation und mediale Verfahren zu komplexen Bildräumen. Inspirationen stammen aus Philosophie, Literatur, Hirnforschung, Quantenphysik und kulturellen Erfahrungsräumen unterschiedlichster Länder.

Für sein künstlerisches Werk erhielt Dieter Rübsaamen die August-Macke-Medaille der Stadt Bonn.

Dieter Rübsaamen-Emotionaler Urmeter - 1984